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Zugangsvoraussetzungen

Der Zugang zum Lebens- und SozialberaterInnenberuf setzt – bewusst – keine akademische Vorbildung, ja auch nicht Matura voraus. Dies wurde in der Berufsgruppe sorgfältig diskutiert und aus Überzeugung beibehalten.

Der Ausbildungsgang von Lebens- und SozialberaterInnen besteht Vergleiche mit anderen Curricula im psychosozialen Bereich sehr gut. Er vermittelt als Basisausbildung den angehenden BeraterInnen alle für den Beruf nötigen Fertigkeiten in überschaubarer Zeit und für überschaubares Geld.

Drei bis fünf intensive Ausbildungsjahre mit Selbsterfahrung, mindestens 584 Stunden Unterricht in Theorie und Praxis, sowie mindestens 650 Stunden fachliche Tätigkeit unter mindestens 100 Stunden Supervision garantieren sowohl gutes Können als auch langsames Hineinwachsen in den Beruf.

Die Lebens- und Sozialberatungs-Verordnung (BGBL. II Nr. 140/2003 und BGBL. II Nr. 112/2006) sieht außer der Basisausbildung auch andere Zugänge zum reglementierten Gewerbe der Lebens- und Sozialberatung vor.

So können etwa Personen mit einer Vorbildung vorwiegend aus anderen psychosozialen Berufen Vorkenntnisse aus diesen Berufen anerkannt werden. Meist sind es jedoch nur Teilbereiche, die auf die Befähigung aufgerechnet werden können, da das Kernstück der LebensberaterInnen-Ausbildung, eine fundierte theoretische und praktische Ausbildung in Beratungsmethodik, in kaum einem der benachbarten Berufe in dem Ausmaß enthalten ist, wie es für die Lebens- und Sozialberatung erforderlich ist.

Für den Erwerb der fehlenden Qualifikationen bieten auf Anfrage – die Möglichkeit zum Quereinstieg in bestehende Ausbildungslehrgänge an.

Da es sich bei der Lebens- und Sozialberatung um eine außerordentlich verantwortungreiche Tätigkeit handelt, sind gewisse – persönliche und fachliche – Voraussetzungen zu erfüllen!
Der Ausbildungslehrgang mit Abschlussprüfung dauert 5 -6 Semester; die Absolvierung des Berufspraktikums, welches schon während des Lehrganges beginnt, dauert zusätzlich noch etwa 2 bis 4 Semester und umfasst 750 Stunden, die sich wie folgt zusammensetzen müssen:

1. mindestens 100 protokollierte Beratungseinheiten (darunter mindestens fünf Erstgesprächsprotokolle und Prozessprotokolle über zwei abgeschlossene Beratungen) und
2. mindestens 100 nachgewiesene Supervisionseinheiten (Einzel- und Gruppensupervision), davon
mindestens zehn Einzelsupervisionseinheiten.
(2) Unbeschadet der Erfordernisse gem. Abs. 1 sind folgende Tätigkeiten bis zu dem allenfalls angegebenen Höchstmafl auf eine fachliche Tätigkeit voll anzurechnen:
1. fachliche Beratungs-, Begleitungs- und Betreuungstätigkeiten in einschlägigen Praxen oder Institutionen im Ausmafl von höchstens 200 Stunden und
2. Teilnahme an Gruppen beruflich einschlägig tätiger Personen (Peergroup zur Prozessreflexion, Vertiefung der Lehrinhalte, Diskussion ¸ber Literaturübungen) im Ausmafl von höchstens
100 Stunden und
3. Leitung oder fachliche Assistenz bei themenspezifischen Seminaren im Ausmafl von höchstens 150 Stunden und
4. Aufwand für die Vor- und Nacharbeit der genannten Tätigkeiten im Ausmaß von höchstens 150 Stunden.

Zusätzlich können Lehrgangsteilnehmer unseres Lehrgangs oder Teilnehmer anderer Lehrgänge gesondert folgende Module buchen:
Praxisgründungs- und Marketingteil im Ausmass von: 100 Stunden
Supervision Upgrade im Ausmass von: 100 Stunden (erforderlich für Ausbildungsberechtigung als Supervisor)
Selbsterfahrungs-Upgrade im Ausmass von: 100 Stunden (erforderlich für Ausbildungsberechtigung als SelbsterfahrungsleiterIn)