LSB Intern:

Supervision für Lebensberater in Ausbildung

Videos, Skripten und Dokumente unseres Lebensberater Lehrganges aus und zu den einzelnen Modulen zum Download:

In diesem Modul geht es um folgende Themen:

 Supervision der fachlichen Tätigkeit

1. mindestens 100 protokollierte Beratungseinheiten
(darunter mindestens fünf Erstgesprächsprotokolle und Prozessprotokolle über zwei abgeschlossene Beratungen) und

2. mindestens 100 nachgewiesene Supervisionseinheiten (Einzel- und Gruppensupervision),
davon mindestens zehn Einzelsupervisionseinheiten.

 

Beachte folgendes:

(4) In den Bestätigungen über die fachliche Tätigkeit müssen die einzelnen Bestandteile, aus denen sich die fachliche Tätigkeit zusammensetzt, im Einzelnen ausgewiesen sein. Für jeden Bestandteil muss die genaue Stundenanzahl angegeben und in einer Gesamtaufstellung zusammengefasst sein. Eine Beratungseinheit und eine Supervisionseinheit gelten jeweils als eine anrechenbare Stunde fachlicher Tätigkeit.

Studienbegleitbuch

Die Erfüllung all dieser Formvorschriften ist umfassend und umfangreich und stellt für viele Ausbildungsteilnehmer eine große Herausforderung dar. Es ist einfacher, wenn du von Anfang an alle Bestätigungen, Protokolle und Nachweise sammelst. Die brauchst du dann als Nachweis um das Gewerbe der Lebens- und Sozialberatung bei deiner Gewerbebehörde anzumelden.

 

Eine Hilfestellung dazu soll dir das Lebensberater-Studienbegleitbuch bieten, welches du hier downloaden kannst!

Zum downloaden einfach auf den obigen Button klicken!

Was ist Supervision?

  • Supervision ist die methodische Reflexion beruflichen oder ehrenamtlichen Handelns
  • Supervision geschieht also durch den Supervisanden/die Supervisandin selbst, mit professioneller Unterstützung durch einen Supervisor/eine Supervisorin.
  • Supervision ist arbeitsfeldbezogene und aufgabenorientierte Beratung für Menschen im Beruf oder zur Berufsvorbereitung bzw. in ehrenamtlicher Tätigkeit. 
  • Supervision hilft, das berufliche Handeln zu reflektieren, effizient und zufriedenstellend zu gestalten und besser mit der eigenen Persönlichkeit und dem Privatleben zu vereinbaren.
  • Professionelle Supervision ist somit ein eigenständiger Arbeitsansatz, der auf einer lehr– und lernbaren, konsistenten, wissenschaftlich fundierten und international in der Praxis langjährig bewährten Methode basiert, die durch weitere Forschung beständig optimiert wird. Gesetzlich ist in Österreich eine Reihe solcher Methoden im psychotherapeutischen Bereich staatlich anerkannt. Die Methoden unterscheiden sich u. a. hinsichtlich der Menschenbilder, der Persönlichkeits– und Organisationstheorien, der Handlungsansätze und Interventionstechniken und der Zielvorstellungen.

Was sind die Ziele von Supervision?

PROFESSIONALITÄT

  • Reflexion und Erweiterung der beruflichen und persönlichen Kompetenz
  • Verbesserung des Arbeitsklimas und der Koordination
  • Optimierung von Kooperation, Teamfähigkeit und Leitungskompetenz
  • Auseinandersetzung mit und Klärung von Rollen, Aufgaben und Funktionen
  • Formulierung von Arbeitszielen und Entwicklung von Strategien

QUALITÄTSSICHERUNG

  • Berufliche Weiterentwicklung
  • Förderung von Ressourcen und Optimierung des Kräfteeinsatzes
  • Verbesserung der sozialen Kompetenz
  • Reflexion berufsethischer Fragen
  • Theorieentwicklung und Weiterentwicklung des Berufsbildes

KRISENMANAGEMENT

  • Begleitung in Krisensituationen
  • Verständnis für außergewöhnliche Belastungen
  • Bewältigung schwieriger beruflicher Situationen
  • Adäquater Umgang mit Stressquellen
  • Prävention von Burnout

Wer soll Supervision bekommen?

Jede Person, die bei ihrer Arbeit, beruflich oder ehrenamtlich, als Mitarbeiter oder in leitender Tätigkeit Reflexion oder Unterstützung benötigt, im Besonderen

  • in Gesundheitsberufen
  • in psychosozialen, pädagogischen und pastoralen Berufen
  • in Berufen in Wirtschaft, Gewerbe, Technik, Industrie und Forschung
  • in Berufen in Politik, Verwaltung, Justiz, Kunst und Kultur 
  • in Dienstleistungsberufen sowie in Medien– und Kommunikationsberufen

Wie und wo findet Supervision statt?

Je nach Erfordernissen und Möglichkeiten

  • mit Einzelpersonen oder in der Gruppe
  • allein oder zusammen mit Arbeitskollegen/–kolleginnen
  • innerhalb der eigenen Organisation (mit den eigenen Kollegen/Kolleginnen, z. B. im Team) oder außerhalb von ihr (mit Kollegen/ Kolleginnen aus demselben Arbeitsfeld, aber anderen Betrieben) 
  • in der privaten Praxis des Supervisors/der Supervisorin oder an ihrem Arbeitsplatz
  • freiwillig oder vom Arbeitgeber empfohlen bzw. vorgeschrieben

Woran erkennt man professionelle Supervision?

  • an einer wertschätzenden Atmosphäre
  • an einem experimentierfreundlichen Klima
  • an einem ausgewogenen Verhältnis von Unterstützung und Konfrontation
  • an verständlicher Klärung auch komplexer Arbeitssituationen im Spannungsfeld Person – Rolle – Organisation/Gesellschaft
  • an einem transparenten Supervisionsvertrag, der nach einem oder mehreren Vorgesprächen zwischen dem Auftraggeber und dem Supervisor/der Supervisorin abgeschlossen wird

Welche speziellen Formen von Supervision werden angeboten?

  • Coaching (Leitungssupervision) ist Supervision mit Führungskräften in ihren speziellen Aufgaben und Problemen.
  • Teamsupervision ist die Supervision einer Gruppe von Personen, die zusammenarbeiten.
  • Ausbildungssupervision ist Supervision in der praktischen Aus- und Fortbildung von Berufsgruppen, z. B. zur Begleitung eines Praktikums.
  • Organisationsentwicklung ist die Supervision einer Organisation oder einer Organisationseinheit.
  • Psychotherapeutische Supervision als Supervision von Psychotherapie ist Lehrsupervision und berufsbegleitende Supervision (und nach dem Psychotherapiegesetz und der Supervisionsrichtlinie des Bundesminsteriums für Gesundheit Psychotherapeutinnen/Psychotherapeuten vorbehalten).